Nachrichten

Baumkontrolleur freigesprochen

POTSDAM. Ein Baumkontrolleur einer Straßenmeisterei erkannte im Januar letzten Jahres einen fast abgestorbenen Spitzahorn, unterließ aber sofortige Maßnahmen. Im Mai brach ein Ast ab und verletzte einen Radfahrer tödlich. Der Baumkontrolleur wurde vor dem Potsdamer Amtsgericht von der fahrlässigen Tötung freigesprochen. „Der Angeklagte sei nach seinen Kenntnissen und Fähigkeiten nicht in der Lage gewesen zu erkennen, dass dieser Ast eine derartige Gefahr darstelle.“ Er hatte nur eine zweitägige Schulung erhalten. Der vom Gericht beauftragte Sachverständige stellte u.a. Pilzbefall und Höhlungen fest. Der Baum hätte schon längst gefällt werden müssen, stattdessen führte man vor fünf Jahren eine Kappung durch.

Der Baum wurde nach der Kontrolle von weiteren Mitarbeitern erneut begutachtet und ein Fälltermin im Herbst festgelegt. Zunächst sollten nur Äste entfernt werden. Drei Tage vor dem angedachten Termin kam es zum Unglück.

Der Angeklagte werde keine Baumkontrollen mehr durchführen, man plant zudem die Arbeiten künftig von Fachleuten erledigen zu lassen.

via rbb-online.de

und pnn.de