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Drittes Gutachten bestätigt Zweifel an Standfestigkeit

TRIER. Im Berufungsprozess zum tödlichen Baumunfall in Trier liegt nun das dritte Gutachten vor. Der Baumsachverständige Henrik Weiß beschreibt darin Nottriebe, die die nachlassende Vitalität der Roßkastanie angezeigt hätten. Zudem habe der Stamm eine 40 mal 40 Zentimeter große Höhlung gehabt, in der Krone habe es Fäulen an alten Kappungsstellen gegeben. Am Stamm soll ringsum durch Abklopfen mit dem Schonhammer eine Höhlung hörbar gewesen sein. Aufgrund der umfangreichen Schadsymptome wäre also eine eingehendere Untersuchung oder eine Fällung nötig gewesen. Diese fand nicht statt, der Baum stürzte um.

Dabei kam im November 2012 eine Frau ums Leben, ein Mann wurde verletzt. Vor einem Jahr wurde der für die Zweitkontrollen zuständige Gärtnermeister der Stadt Trier zu einer Geldstrafe verurteilt. Er ging darauf in Berufung. Zwei Gutachten kamen zu unterschiedlichen Ansichten, ob das Unglück vorhersehbar war und Handlungsbedarf bestand.

Das Urteil wird am Dienstag, 23.12.2014, erwartet.

via volksfreund.de