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Eltern fordern Baumkontrollen im Wald

BIELEFELD. Ein Jahr nach dem tödlichen Unfall, bei dem ein Junge von einem umstürzenden Baum in einem Wald getötet wurde, fordern die Eltern, dass auch an ausgewiesenen Wanderwegen der Baumbestand kontrolliert wird. Das Unglück hätte dadurch verhindert werden können. Zu einer Anklage kam es nicht, da umstürzende Bäume zu den waldtypischen Gefahren zählen.

via nw-news.de
siehe auch: Ermittlungen eingestellt

[white_box]Info: Waldtypische Gefahren

Umstürzende Bäume und herabfallende Äste zählen zu den waldtypischen Gefahren, mit denen Spaziergänger, Radfahrer und Erholungssuchende im Wald rechnen müssen und für die ein Waldbesitzer nicht haften muss. Anders sieht es aus, wenn Besucher gezielt zu einem Ort geführt werden, etwa bei Waldparkplätzen, Spielplätzen, Sitzgelegenheiten oder Informationsangeboten. Ausgewiesene Wanderwege zählen nicht dazu. Bei der so genannten Kontrollen von flächigen oder waldartigen Beständen werden die Bäume wie bei einer normalen Baumkontrolle kontrolliert, aber nicht einzeln in einem Kataster verzeichnet. Nur Bäume, an denen Maßnahmen notwendig sind, werden erfasst und gekennzeichnet. Die Pflegemaßnahmen beschränken sich im Forst auch nur auf das nötigsten wie Totholzentnahme, bei gewöhnlichen Waldbäumen wird man keine aufwändigen Baumpflegemaßnahmen durchführen.[/white_box]