Auszüge und Schalltomographien aus Gutachten und Kurzberichten.

Eiche

Die Eiche (Quercus robur)  ist etwa 18 Meter hoch, hat einen Stammdurchmesser von 1,58 Meter und an der Straße zugewanden Seite eine große offene Verletzung im Bereich des Stammfußes. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ebenfalls eine Verletzung, die sich vom Boden bis weiter nach oben zu einer Vergabelung zweier Stämmlinge erstreckt. Zur Feststellung des Schadensausmaßes wurden zwei Messungen in 40 Zentimeter und 100 Zentimeter Höhe durchgeführt.

In der unteren Ebene sind ca. 75 Prozent des Stammquerschnittes faul oder hohl, in der oberen
Ebene 78 Prozent. Die sich an die Verletzung am Stammfuß anschließende Fäule hat bereits große Teile des Stammquerschnittes erfasst.

Die Eiche ist derzeit nicht mehr verkehrssicher und nicht mehr bruchsicher, so dass der Baum
zeitnah entnommen werden sollte.

Esche

Alte Esche mit Pilzbefall und Totholz. Schalltomographie am Stammfuß und oberhalb eines Pilzfurchtkörpers in zwölf Meter Höhe.

In der unteren Ebene sind 53 Prozent des Stammquerschnittes von einer Fäule bzw. Höhlung betroffen. Am Pilzfruchtkörper in der Krone sind es 33 Prozent. Je nach Fortschreiten der Fäule im Stammbereich ist mittelfristig eine Entnahme der Esche notwendig. Als kurzfristige Maßnahme ist eine Kronenteileinkürzung mit Entfernung von bruchgefährdeten Ästen (Pilzbefall, Fäulen) anzustreben.

Linde

Die Linde (Tilia sp.) ist ca. 22 Meter hoch, hat einen Stammdurchmesser von 1,56 Meter und befindet sich unmittelbar am Fuß-/Radweg. Sie zeigt am Stamm Austriebe und Wuchsanomalien in Form von Beulen. Der Baum ist stark mit Efeu bewachsen. Die Krone richtet sich aufgrund der umliegenden Gehölze zur Straße hin aus. Die Messung wurde in einem Meter Höhe durchgeführt.

Der Baum hat eine Höhlung, welche ca. 75 Prozent des Stammquerschnittes umfasst.
Die Linde ist derzeit nicht verkehrssicher und nicht bruchsicher. Zur Wiederherstellung der
Verkehrssicherheit kann aus Gründen des Natur- und Artenschutzes ein etwa vier Meter hoher
Torso erhalten bleiben oder alternativ der Baum entnommen werden. Bei der ersten Variante ist
aufgrund der guten Vitalität des Baumes mit einem erneuten starken Austrieb zu rechnen, so
dass immer wieder Rückschnitte in kurzen Abständen notwendig wären, damit das Lichtraumprofil am Weg erhalten bleibt. Weitere Optionen bieten sich aufgrund des Standorts und der Kronenausrichtung nicht an.

Buche

An dem mehrstämmigen rund 25 Meter hohen Baum mit Stammdurchmessern von 2,08 und
1,40 Metern ist vor einigen Jahre ein Stämmling auf der Ostseite ausgebrochen. An der entstandenen Verletzung sind von außen eine Weißfäule mit Pilzfruchtkörpern des Brandkrustenpilzes (Kretzschmaria deusta) sowie weitere nicht mehr eindeutig bestimmbare Pilze zu erkennen. An der Buche (Fagus sylvatica) wurde zunächst eine Messung in 40 Zentimeter Höhe durchgeführt, welche alle Stämmlinge umfasste. Eine zweite Messung fand am östlichen Stämmling in 2,20 Meter Höhe oberhalb des Veletzung statt. Aufgrund des großen Stammumfanges wurde von einer runden Geometrie ausgegangen und die Sensoren in gleichen Abständen angebracht.

 

Der vergangene Ausbruch des Stämmlings kann durch den bereits vorhandenen Pilzbefall und
der Zwieselbildung mit mehreren Stämmling bedingt gewesen sein, so dass die Fäule bereits
etabliert war und nun rasch fortschreiten konnte.
In der unteren Messebene befindet sich der Schaden zwischen den Sensoren 7 und 8. Die Fäule setzt sich hinter dem benachbarten Stämmling fort. Zwischen den Sensoren 9 und 10 ist von außen ein Riss zwischen zwei Stämmlingen zu erkennen. In der oberen Messebene sind nur leicht verringerte Schallgeschwindigkeiten an zwei äußeren Bereichen (Sensoren 5 und 6) festzustellen, diese befinden sich über dem Ausbruch.
Die Fäule und Höhlung haben sich im unteren Bereich aufgrund der Zwieselbildung und des
Stämmlingsausburch bereits stark ausgebreitet und umfassen etwa 67 % des Querschnittes.

Die zwieselbedingten Defekte könnten weiterhin durch Kronensicherungen stabilisiert werden.
Durch die Verletzung nach dem Ausbruch ist der Baum dort allerdings so instabil und
bruchgefährdet, dass die Buche zeitnah entnommen werden sollte.

Linde

Die Fäulen umfassen derzeit 25 (Ebene 1) und 46 Prozent (Ebene 2) des Stammquerschnittes. Die Linde kann weiterhin durch Kronensicherungen und einer etwaigen Kronenbasissicherung in einem verkehrssicheren Zustand gehalten werden.