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Baum des Jahres 2016: Die Winter-Linde

Winterlinde, Tilia cordata
Dieser Beitrag wurde am 15. Oktober 2015 veröffentlicht und ist möglicherweise nicht mehr aktuell.

25 Jahre nachdem die Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) Baum des Jahres war, wurde nun die Winter-Linde (Tilia cordata) zum Baum des Jahres 2016 gewählt.

Zahlreiche Orte, Straßen und Gasthäuser haben die Linde in ihrem Namen und zeugen so von der Wertschätzung für diesen Baum. Der Name selbst soll von weich, sanft kommen. Das Holz des bis zu 30 Meter hohen Baumes ist sehr weich und daher gut zum Schnitzen und für die Bildhauerei geeignet. Das herzförmige Blatt unterscheidet sich von der Sommer-Linde an der rötlich-braunen Behaarung in den Nervenwinkeln an der Blattunterseite. Bei der Sommer-Linde sind diese weiß. Die Blattstiele sind bei der Winter-Linde kahl, bei der Sommer-Linde behaart. Die Blätter des sommergrünen Laubbaumes sind wechselständig angeordnet. Die Blüten der Linde bilden eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Die Knospe besteht meist aus zwei Knospenschuppen.

Tassilo-Linde (Winter-Linde)
Tassilo-Linde bei Wessobrunn. Größter Stammumfang (ca. 14 m) einer Winter-Linde in Bayern

Linden werden gerne als Straßen-, Park- und Alleebaum gepflanzt (Unter den Linden – Berlin, Kurfürstenallee – Marktoberdorf) und zeugen als beeindruckende Naturdenkmale von einer langen Vergangenheit. Oft wurden diese Bäume an markanten Stellen gepflanzt und hatten bzw. haben noch eine große kulturelle Bedeutung als Gerichts-, Dorf- oder Tanzlinden.

Weitere Informationen unter baum-des-jahres.de