Um die Standsicherheit eines Baumes zu messen, wurde bisher ein so genannter Zugversuch durchgeführt. Die Standsicherheit gibt an, wie gut ein Baum im Boden verwurzelt ist und bis zu welcher Windstärke ein Baum sicher ist und nicht umkippt. Beim Zugversuch wird ein Stahlseil in der Krone des Baumes befestigt. Daran wird dann mit einer bestimmten Last gezogen. Gleichzeitig misst ein Neigungsmesser (Inklinometer) am Stammfuß bzw. Wurzelanlauf die Neigung des Baumes. Die Last ist so gering, dass der Baum dabei nicht beschädigt wird und die Neigung nicht zu sehen ist. Ein Zugversuch ist sehr aufwändig und damit vergleichsweise teuer. Anstelle der Zugkraft durch das Seil kann neuerdings auch Wind verwendet werden. Das System heißt DynaRoot.

Inklinometer an einem mit Brandkrustenpilz befallenen Ahorn

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Dazu wird in der Nähe des Baumes ein Windmesser auf einer zehn Meter hohen Stange montiert. Gleichzeitig misst ein Neigungssensor mit einer Genauigkeit von 0,001 Grad die Neigung des Baumes. Daraus kann dann ebenfalls errechnet werden, wie standsicher der Baum ist. Sensoren können (theoretisch) an beliebig vielen Bäumen im Umkreis angebracht werden, so dass mehrere Bäume gleichzeitig gemessen werden können. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Zugversuch. Zudem wirken durch den Wind dynamische Kräfte im Baum, so dass die Ergebnisse noch realitätsnaher sind. Nachteilig ist natürlich, dass ausreichend Wind vorhanden sein muss. Für die Untersuchung sind Windgeschwindigkeiten von mindestens 25 km/h (4-5 Bft.) notwendig, so dass die Methode nur an windigen Tagen durchgeführt werden kann. Für zeitnahe Untersuchungen ist DynaRoot daher nur bedingt geeignet. Der Zeitaufwand beträgt für die Messungen ca. ein bis drei Stunden (länger ist besser). Der eigentliche Arbeitsaufwand beschränkt sich auf die Zeit für Auf-, Abbau und Auswertung. Während der Messungen ist keine Anwesenheit erforderlich.

Auswertung

Auswertung

Wie auch schon beim Schalltomograph werden hier Geräte von Fakopp verwendet.

Voraussetzungen
windiges Wetter (min. Windstärke 4-5, 25 km/h)
freie ebene Fläche (Wiese, ca. 20x20m) für Windmesser
evtl. Hilfskraft zum Aufrichten des Mastes
VorteileNachteile
kostengünstig, da mehrere Bäume gleichzeitig gemessen werden können und der Arbeitsaufwand geringer ist
Vorhandensein von Wind
realistische Messwertefreie Fläche benötigt

Weitere Informationen unter fakopp.com